Als ich mir vor ein paar Monaten eine Nähmaschine zulegte, habe ich zwar inständig gehofft, dass ich irgendwie damit klar komme und sie nicht direkt im Keller landet und zustaubt.. aber, dass ich am Ende tatsächlich SO eine riesen Freude daran habe, damit habe ich wirklich nicht gerechnet! 
Bis der erste Ober- und Unterfaden in der Maschine war – da wo sie auch hingehören – vergingen gefühlt 2574 Stunden.
Und auch die Nähte meines Zebra-Schals, den ich spontan mitten in der Nacht als erstes nähte, sind alles andere als gerade. Aber es funktionierte. Irgendwie. Mit Hilfe von vielen YouTube-Videos, diversen Näh-Blogs und einer Hand voll Ach-ich-probier-das-jetzt-einfach-aus. 
Seitdem hab ich jede Menge Schals, Taschen, Kuschel-Eulen und diversen Kleinkram genäht. Und für mein zukünftiges Patenkind sogar ’nen gefütterten Schlafsack mit extra langem Reißverschluss. 

Und auch wenn das alles noch laaaaaange nicht perfekt aussieht, bin ich trotzdem ein bisschen stolz auf mich und freu mich jedesmal darüber, wie einfach das alles eigentlich ist. 
Das wollte ich nur mal loswerden, weil mich in letzter Zeit so viele danach gefragt haben.
Also, einfach mal machen! 
.. und auch ein bisschen weiß: meine neue Tasche. 
Ich erzähl euch das auch nur, weil ich sie selbst genäht hab. Ohne Schnittmuster mit ner ordentlichen Portion Null-Ahnung, jeder Menge das-wird-schon-irgendwie-gehen, hier und da ein wenig OhOhhhh-das-wird-nix und mit gar nicht sooooo viel Glück. Aber sie tut erstmal das, was man von einer Tasche so grob erwartet. Mann kann Dinge hinein tun, sie um die Schulter hängen und herumtragen. Außerdem ist sie knallrot!
Und ich mag sie. 

Leider ohne Reißverschluss. Das hab ich mich irgendwie noch nicht getraut.
Dafür aber mit Trenndings innendrin.
Ich hab die Nähmaschine zwar schon ein paar Wochen, aber bis auf den Zebra-Schal hatte ich vorher noch nichts genäht. Mir fehlt leider irgendwie die Zeit. Und vielleicht auch jemand, der mir das Ganze mal live zeigen könnte. 
Mal sehen, was mir zuerst über den Weg läuft. 
Ich war schon immer ein riesen LEGO-Fan. Und hätte ich nicht den aller tollsten Neffen der Welt, würde mein geliebtes Piratenschiff aus den kleinen Bausteinchen sicher immer noch auf einem meiner Regale stehen. 
Ich bin ziemlich sicher den Meisten von euch ging bzw. geht es ähnlich. Erinnert ihr euch noch an diese kleinen, flachen, runden Steinchen? Meist wurden diese als Lichter vorne auf die Autos gesteckt.
Vor einiger Zeit bin ich im Internet noch einmal über diese Steine gestolpert. Allerdings waren sie weder an bunten Autos, noch an Piratenschiffen oder Mars-Mobilen angebracht.. sondern am Ohr eines Mädchens. 
Das erste, was ich dachte war „LEGO Ohrringe! Sau geil! Muss ich haben!“ 
Und wenn ich schon kaum Zeit Geduld aufbringe die Piranha Plant Ohrringe mit Fimo nachzuformen, dann aber wenigstens, um noch fast viel tolleren LEGO-Ohrschmuck zu bauen.
Und das ganz ohne FIMO und großen Zeitaufwand.
Man braucht eigentlich nur folgendes:
– LEGO Steine
– Ohrstecker Rohlinge
– Sekunden- oder Zweikomponentenkleber
Meine Ohrsteckerenden waren leider etwas zu groß, um in die Rückseite des LEGOsteins zu passen.. deshalb musste ich noch unseren Werkzeugkoffer zu Rate ziehen. Aber auch das war kein wirkliches Problem mit dem richtigen Werkzeug. [Metallschere?] Wenn man genug Geduld hat und den Klebstoff aushärten lässt, kleben auch weder die Ohrringe, noch die Finger an den Ohren fest.
 *chrchr*
Und da ich schon dabei war, habe ich direkt im Akkord gearbeitet und gleich mehrere Pärchen gebastelt. Heute stellte sich dann auch heraus, dass sie sich wunderbar als Geschenk eignen.
Achja, hier wäre dann auch noch ein Bilchen:

Hallo, mein Name ist Sarah und ich bin im Do-It-Yourself-Wahn!
Einer meiner netten Arbeitskollegen hat mir vor ein paar Tagen die allertollsten Ohrringe der Welt gezeigt:

.. welche von einer netten Amerikanerin per Hand gefertigt werden und somit leider permanent ausverkauft sind. Ganz großes Kino!
Genau dieser Umstand trägt nun Schuld daran, dass ich mich mit allerlei bunter FIMO Modelliermasse eingedeckt habe. Okay, und auch ein wenig das Verschwinden meines einen Jack Skellington Ohrrings. Denn wenn ich den Kram nicht einfach kaufen kann, dann mach ich ihn eben selbst! Kann ja nicht so schwer sein, ne?!
Der erste Schritt wäre auch schon getan: das Paket mit allerlei bunter Knetmasse kam heute bei mir zuhause an. YAY!

Zwischen dem Öffnen der Wohnungstür und der ersten Knetkugel zwischen meinen Fingern lagen keine 5 Minuten!
 Und ich muss sagen.. dafür, dass ich seit geschätzten 20 Jahren keine Knete mehr in den Händen hatte, war der Erstkontakt gar nicht SO mies. Oder? 

Der kleine Jack war mittlerweile auch schon im Backofen, um zu testen, ob sich da unter der Hitze noch irgendwas verformt, bevor die Modelliermasse hart wird. Dem ist aber natürlich nicht so, er sieht noch genauso aus wie vorher. 
Das Einzige, das mich wirklich stört, ist, dass besonders das Schwarz ein wenig an den Fingerchen abfärbt, um sich dann natürlich prompt auf anderen Farben nieder zu lassen. Relativ unschön, wenn man nicht aufpasst – gerade bei Arbeiten mit Schwarz und Weiß. Dafür geht dann das Mischen zweier Farbtönen relativ unkompliziert. Ich habe nämlich in Null-Komma-Nix ein zartes Schweinchen-Rosa gezaubert. *chrchrchr*
Tja, und nun steht meiner endlos langen FIMO-ToDo-Liste auch gar nichts mehr im Wege, fürchte ich. Es warten die Piranha Plant Ohrringe, mein Little Big Planet Sackgirl, mindestens ein Angry Bird, ein Totoro mit Schirmchen und – wer hätte es gedacht – Unmengen an Zebras
, die erschaffen werden wollen!
Und wenn das alles geklappt hat, lerne ich Stricken. Und Nähen. Und, und .. ich brauche definitiv mehr Zeit!